Steuererklärung: So gewinnen Sie mehr Zeit für die Steuer

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Kaum vergeht die Zeit, da ist es auch schon wieder so weit, die nächste Steuererklärung einzureichen. Wer zeitmäßig hinterherhinkt, muss jedoch nicht gleich bangen: Wir verraten Ihnen, wie Sie mehr Zeit für Ihre Steuererklärung gewinnen können.

Die elektronische Abgabe: Fristverlängerung von zwei Monaten

Die offizielle Frist für die Steuerabgabe droht Ihnen auf den Schlips zu treten? In vielen Bundesländern besteht hier kein Grund zur Unruhe. Sie müssen nicht Ihren kompletten Tagesablauf durcheinander hauen, um im Zuge einer Nacht fast manisch an Ihrer Steuererklärung zu arbeiten. Unser Tipp: Reichen Sie die Steuererklärung einfach elektronisch ein. Immer mehr Bundesländer ermöglichen eine automatische Fristverlängerung von zwei Monaten, wenn der Steuermeldepflichtige seine Unterlagen elektronisch einreicht.

Diese Regelungen betreffen bereits die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Es ist zu erwarten, dass die weiteren Bundesländer nach und nach folgen werden.

Die Steuererklärung der Zukunft: Smarter und schneller

Grund dafür ist kein neuer Trend, viel eher liegt dem eine allmähliche Anpassung des modernen Steuersystems zugrunde. Die Fristverlängerung bietet den Steuerzahlern eine Motivation dazu, die elektronische Abgabe zu nutzen. Diese erspart den Finanzämtern Arbeit, Zeit und Ressourcen. Das Steuersystem wird so übersichtlicher und passt sich an die modernen Verhältnisse unserer technisierten Gesellschaft an.

Die Steuererklärungen werden elektronisch verarbeitet, Steuerbescheide gelangen dabei schneller wieder zurück zum Steuerzahler. Dieser profitiert daher ebenfalls von der elektronischen Steuererklärung: Statt alles müheselig mit Kugelschreiber und Papier auszufüllen und zu notieren und das Ganze dann per Post zu versenden, kann alles einfach und übersichtlich in einem elektronischen Formular eingegeben werden. Dies spart dem Steuerzahler ebenfalls Arbeit, Zeit und Ressourcen.

Viele nützliche Vorteile

Ein weiterer Vorteil, den die elektronische Abgabe dem Steuerzahler bietet: Die meisten Steuerprogramme berechnen automatisch die zu erwartende Erstattung oder Nachzahlung, nachdem der Steuerpflichtige die Daten in die zugehörigen Formulare eingegeben hat. Abweichungen im Steuerbescheid sind somit leicht ersichtlich. Auch muss der Steuerzahler nicht mehr zwingend alle Belege einreichen, wobei es hier einige Ausnahmen gibt (Spendenbelege und Bankbescheinigungen).

Doch für manche bleibt die elektronische Steuererklärung kein Luxus, sondern wird gar zum muss: Einige Steuerzahler sind verpflichtet, die Steuererklärung auf dem elektronischen Weg einzureichen. Dazu gehören Land- und Forstwirte, Selbständige, Freiberufler, Gewerbetreibende und Arbeitnehmer, die in einem Nebenjob beschäftigt sind, der ihnen mehr als 420 Euro pro Jahr einbringt. Verschiedene Steuererklärung sind von der elektronischen Abgabepflicht betroffen.

Steuererklärung per Elster-Online

Dabei können Steuerzahler den Service von Elster-Online nutzen. Dieses ist ein gemeinsames Projekt aller deutschen Steuerverwaltungen, das es dem Anwender ermöglicht, seine Steuererklärung auf elektronischen Wege online zu übermitteln. Die Basis-Version reicht für die meisten Arbeitnehmer aus und steht ihnen kostenlos zur Verfügung.

Setzen Sie einen Steuerberater ein & gewinnen Sie ein halbes Jahr Aufschub

Neben der elektronischen Abgabemöglichkeit gibt es eine weitere Option, seine Steuerabgabefrist zu verlängern: Beauftragen Sie einen Steuerberater. Hier zeigt sich das Finanzamt besonders günstig in der Fristvergabe: Wer seine Steuererklärung durch einen Steuerberater erledigen lässt, erhält eine automatische Fristverlängerung bis zum Jahresende. Wer so beispielsweise einen Steuerberater für die Steuererklärungen 2016 beauftragt, erhält eine verlängerte Abgabefrist bis zum 31. Dezember 2017. Falls Sie jedoch zum ersten Mal einen Steuerberater einsetzen, müssen Sie das Finanzamt vorab informieren, damit dieses in Kenntnis gesetzt ist und Ihnen keine Mahnungen zukommen lässt.

Fazit: Ein lohnenswertes Unterfangen für mehr Zeit und Geld

Zum Schluss ein aktuelles Praxisbeispiel: Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2016 war am 31. Mai. 2017 Wer die Steuererklärung elektronisch übermittelt, hatte bis zum 31.07. Zeit. Wer einen Steuerberater einsetzt, für den gilt eine verlängerte Frist bis zum 31.12. Wer seine Steuererklärung bis jetzt noch nicht abgegeben hat, kann durch den Einsatz eines Steuerberaters noch etwas Zeit gewinnen, sofern das Finanzamt Bescheid weiß. Der Aufwand, die Steuererklärung einzureichen, lohnt sich in der Regel: Durchschnittlich bekamen Arbeitnehmer rund 800 Euro zurück.

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