Die Riester-Rente – Fakten und Hintergründe

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Eingeführt wurde die Riester-Rente im Jahr 2002. Damals kam es zu einer Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Rentenniveau sollte gesenkt werden, um die Rentenversicherung auch noch für die nachfolgenden Generationen bezahlbar zu machen.

Die dadurch entstandene Versorgungslücke muss durch betriebliche- und private Altersvorsorge ausgeglichen werden. Damit der Verbraucher und zukünftige Rentenempfänger einen Anreiz bekommt entsprechend vorzusorgen, die Riester-Renten-Vorsorge mit Steuervorteilen und Zulagen.

Wie sieht die konkrete Förderung aus?

Zum einen gibt es eine Grundzulage, die aktuell 154 Euro jährlich pro Versicherten gilt. Ab dem Jahr 2018 wird dieser Betrag auf 175 Euro angehoben. Zum anderen wird eine Kinderzulage bezahlt. Diese liegt zurzeit bei 185 Euro oder 300 Euro im Jahr, je nach Geburtsjahr des Kindes. Dieser Anspruch kann nur für kindergeldberechtigte Kinder in Anspruch genommen werden, und nur von dem Elternteil, das das Kindergeld auch bezieht. Des Weiteren steht ein sogenannter Berufseinsteigerbonus von einmalig 200 Euro denjenigen zur Verfügung, die beim Abschluss des Vorsorgevertrag noch nicht 25 Jahre alt sind.

Der Versicherer muss diese Zulagen jedes Jahr bei der Zulagenstelle für Altersvermögen beantragen. Damit dies geschieht muss der Versicherte einen speziellen Antrag stellen. Die einfachere Variante ist es, dem Versicherer die Vollmacht für den Daueranlagenantrag zu erteilen, denn dann wird der Zuschuss immer automatisch beantragt. Beiträge bis 2100 Euro im Jahr können in der Steuererklärung (Anlage AV) geltend gemacht werden. Ist der Steuervorteil, der dadurch entsteht, höher als die zustehenden Zulagen, wird die Differenz vom Finanzamt als Steuererstattung vermerkt.

Ist die Riester-Rente etwas für mich?

Im Grunde eignet sich die Riester-Rente für jeden. Vor allem die Zulagen, wenn man sie jährlich voll ausschöpft, können enorme Vorteile liefern. Sind Kinder in der Familie, lohnt sich diese Vorsorgeform aufgrund der Kinderzulagen, auf jeden Fall, sogar für Alleinerziehende. Wer gut verdient, profitiert von den Steuervorteilen und Geringverdiener können trotz kleinerer Beiträge die vollen Zulagen erhalten. Wichtig ist es, sich vor Abschluss eines Vorsorgevertrages individuell beraten zu lassen. Zu beachten ist, dass Personen, die keine Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen, keinen geförderten Vertrag abschließen können.

Wer ist förderberechtigt?

  • Arbeitnehmer
  • Auszubildende
  • Bundesfreiwilligen­dienstleistende
  • Studenten mit einem Minijob, der rentenversicherungs­pflichtig ist
  • Pflichtversicherte Selbstständige
  • Beamte
  • Richter
  • Soldaten
  • ALG I oder II beziehende
  • Krankengeldempfänger
  • Personen, die gewerbsunfähig, gewerbsgemindert oder dienstunfähig sind

Bei Ehepaaren gibt es noch die Möglichkeit, dass die nicht berechtigte Person trotzdem Zulagen bekommt, wenn der andere Ehepartner auch eine Riester-Rente abgeschlossen hat. Die Riester-Rente besteht nicht nur aus einer einzigen festgelegten Variante. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

  • Die klassische Riester-Rente
  • Die fondsgebundene Riester-Rente
  • Der Riester-Fondssparplan
  • Der Riester-Banksparplan
  • Das Wohn-Riester

Im Zuge einer professionellen Beratung werden diese Möglichkeiten genauer erläutert, sodass Interessenten die geeignete Riester-Form für sich finden können.

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